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Wenn Kinder sterben....
Die Tragödie hat viele Namen: Tod im Körper der Mutter, Plötzlicher Kindstod, Verkehrsunfall, Krankheit, Selbstmord, Mord. Den verschiedenen Todesursachen gemein ist das Empfinden der Angehörigen, daß der Tod zur Unzeit eingetreten ist, daß er als widernatürlich empfunden wird. Der Verlust eines Kindes gehört zu den leidvollsten Erfahrungen, in die Menschen gestoßen werden.
Bei Mutter, Vater, Geschwistern, Verwandten und auch im sozialen Umfeld der Familie kann der Tod des Kindes eine tiefe Krise auslösen. Auf gewohnte Weise weiter zu leben, scheint nicht mehr möglich zu sein. Schmerz und Trauer sind überwältigend, Schuldgefühle werden wach, Vorwürfe werden gegen sich und andere formuliert. Partnerschaften werden auf eine schwere Probe gestellt. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, da jeder Kraft und Hilfe beim anderen zu finden hofft. Häufig, sind es junge Paare; es ist ihre erste Begegnung mit dem Tod; sie wissen nichts über Trauer, folglich auch nichts darüber, wie unterschiedlich jeder Mensch trauert. Das führt zu gegenseitigen Vorwürfen, zur Vertrauenskrise, an deren Ende nicht selten die Trennung steht.
Im Jahr 2001 wurden in Deutschland knapp 800 000 Kinder geboren. Ca. 20.000 Kinder starben – darunter3200 bei der Geburt oder im Mutterleib.Häufig mußten verwaiste Eltern erfahren, daß sich Menschen in ihrer näheren Umgebung von ihnen zurückzogen. Verwandte und Bekannte zeigten Befangenheit statt Beistand. Sie erwähnten den Namen des Kindes nicht mehr, aus Angst, den Eltern weiteren Schmerz zuzufügen.
Als Selbsthilfeorganisation bietet der Verein Verwaiste Eltern in Deutschland umfassend Informationen und Hilfe an. In inzwischen ca. 400 Gruppen bundesweit wird Betroffenen ein Raum geboten, in dem ihre Trauer begleitet und unterstützt wird.
Der Verein „Verwaiste Eltern in Südthüringen e.V.“
- sind Menschen, die ihre Kinder vor unterschiedlicher Zeit verloren haben.
- sind offen für alle Betroffenen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Familienstand, Konfession oder Wohnort.
- wollen Menschen mit dem gleichen Schicksal das Verständnis geben, das sie oft von ihren Mitmenschen nicht erhalten.
- wollen einen Schutzraum bieten, in dem sich jeder Trauernde so geben kann, wie er sich fühlt.
- wollen voneinander lernen, was uns helfen kann, unser Schicksal anzunehmen.
- unterhalten uns miteinander und hören uns zu.
- sprechen über unsere toten Kinder, unsere Ängste, unseren Zorn.
- teilen kleine Freuden, die wir erleben, miteinander.
- schöpfen Kraft, um zu unseren Erkenntnissen, die wir durch den Tod unserer Kinder gewonnen haben, zu stehen und danach zu leben, auch wenn wir dadurch für unsere Mitmenschen unbequem erscheinen.
Zu unseren monatlichen Zusammenkünften sind betroffene Eltern herzlich eingeladen.
Sie können allein oder mit Partner kommen und in der Gruppe einfach zuhören oder sich einbringen und über Ihr Kind sprechen.
Die Teilnahme an den Treffen ist so lange möglich, wie Sie es wünschen.
Unsere Ansprechpartner in den Regionen:
- Schmalkalden - Martina Freitag Tel.: 03683 / 601065
- Bad Salzungen - Ina Köhler Tel.: 03695/853460
- Suhl / Meiningen - Monika Ermel Tel.: 03681 / 306969
- Hildburghausen - Susanne Forkel Tel.: 03685 / 682747
- Dermbach - Annette Wenck Tel.: 036964 / 95226
- Gotha - Rita Kunath Tel.: 03624 / 402710
Weitere Informationen (z.B. die Termine der Gruppentreffen in den Regionen oder Seminartermine) und Hilfen für Betroffene, für Geschwister und für Angehörige oder Bekannte von Betroffenen erhalten Sie auf der Webseite unseres Vereines:
www.veisth.de
Schauen Sie doch einfach mal auf diese Seiten.
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